Aktuelle Ernährungstipps
August 2010
Smoothie - Was ist dran am trendigen "flüssigen Obst"?
Abgeleitet wird das Wort Smoothie vom englischen Wort "smooth", was soviel wie "fein, sämig, gleichmäßig" heißt.
Bei Smoothies werden ganze Früchte bis auf Schale und Kerne püriert. Das Fruchtmark oder -püree wird mit frisch gepressten Säften gemischt, bis die gewünschte cremige und sämige Konsistenz erreicht wird. Es gibt eine Vielzahl an Rezepturen und Zutaten. Eine lebensmittelrechtliche Definition für Smoothies gibt es leider nicht. Daher empfiehlt sich ein Blick aufs Etikett.
Ein qualitativ hochwertiger Smoothie sollte:
♦ aus purer Frucht bestehen (mehr als 50%)
♦ ohne Zuckerzusatz
♦ ohne Farb- oder Zusatzstoffe
♦ ohne Konservierungsstoffe
♦ ohne isolierte Nährstoffe
♦ und mit frisch gepressten Säften verdünnt sein.
Ein Smoothie, der großteils aus Saftkonzentraten besteht, ist übrigens keiner, sondern nur ein Fruchtsaft (weniger Inhaltsstoffe, weniger sättigend).
Gute Smoothies können gelegentlich ein bis zwei Portionen Obst oder Gemüse pro Tag ersetzen. Speziell für Obstmuffel und alte Menschen mit Kauproblemen eine wunderbare Ergänzung.
Frisches Obst und Gemüse können Smoothies jedoch nicht ersetzen, da nur diese das volle Spektrum an Nährstoffen bieten und zudem besser sättigen. Außerdem, um den Preis eines Smoothies lässt sich hervorragendes Obst für den ganzen Tag kaufen.
Mein Tipp: Smoothies gerne als Ausnahme zwischendurch, aber nicht als dauerhafte Alternative.
Ulrike Prkna, Diätologin
Juli 2010
Grillen - ein gesundheitsgefährdender Genuss?
Hält man sich an die im Anschluss empfohlenen einfachen Regeln, so wird der Grillabend mit Sicherheit zu einem ungetrübten Genuss.
Benzo(a)pyrene gehören zu den giftigen Kohlenwasserstoffen, die beim Rösten, Braten, Räuchern und beim Grillen (besonders auf dem Holzkohlengrill) entstehen.
Folgende Tipps, um diese krebserregenden Stoffe zu vermindern:
• Legen Sie das Grillgut erst auf, wenn die Holzkohle mit einer weißen Ascheschicht überzogen ist (ca. 30-60 Min.
nach dem Anzünden - geringe Rauchentwicklung)
• Vermeiden Sie, dass Fett vom Grillgut auf die heiße Glut tropft - z.B. durch Verwendung von Grilltassen
• Weiters sollte auf das Grillen von gepökeltem Fleisch und Würsten verzichtet werden, da das Nitrat in der Hitze
zu gesundheitsgefähredenden Nitrosaminen umgewandelt wird.
Sie können aber die entstehenden krebserregenden Stoffe entschärfen, in dem Sie reichlich Salat (je bunter, desto besser), frische Kräuter, Grillgewürz (Rosmarin, Thymian, Oregano, Salbei), Knoblauch oder Senf verwenden.
Eine super Alternative stellen festfleischige, saftige Gemüsesorten, wie z.B. Zwiebel, Zucchini, Auberginen, Paprika oder Champignons dar, die durch vorheriges Marinieren besonders lecker schmecken.
Die Basis der Grillmarinade bilden beispielsweise: Olivenöl, Zitronensaft und Balsamico-Essig. Senf, frische Kräuter, Gewürze und vor allem Knoblauch sorgen für das "i-Tüpfelchen". Auch Fenchel, der nach dem Grillen mit etwas Parmesan bestreut wird, verspricht kulinarsiche Genüsse.
Viel Spaß und guten Appetit! Ulrike Prkna, Diätologin
Juni 2010
Gibt es Eis, das der Figur schmeichelt?
Ja, Wassereisoder Fruchtsorbet.
Dennoch, die fettreicheren Cremeeissorten schmecken meist besser und Eis schlemmen gehört einfach zum Sommer.
Wichtig ist aber, eine kleinere Portion bewusst und langsam, somit genussvoll im Mund zergehen zu lassen.
Zum Schluss noch eine Eisköstlichkeit zum Selbermachen (aus dem Buch Xundheit-Genießen leicht gemacht):
Mixen Sie 1/2 kg gefrorene Beeren mit 1 Becher Naturjoghurt 1% und etwas Zucker oder Honig oder Süßstoff. Sofort genießen oder wenn zu weich, für kurze Zeit ins Tiefkühlfach stellen (ca. 4 Port., pro Portion 70kcal mit Süßstoff, 110 kcal mit Zucker oder Honig).
Für einen besseren Geschmack könnte man noch etwas Zitronensaft und Vanille beigeben.
Ulrike Prkna, Diätologin
