Schwefel – Das Gelbe Gold

Das Badener Schwefelheilwasser wird auch das „Gelbe Gold“ genannt und steht im Mittelpunkt der Heiltradition in Baden. Seit nahezu 2000 Jahren ist die Biedermeierstadt Baden bei Wien mit den heilsamen Schwefelwasserquellen der Stadt verknüpft. Mit einer natürlichen Temperatur bis zu 36°C tritt das „Gelbe Gold“ an die Oberfläche.

Anwendung im Rahmen der Schwefelkur

Seit der Römerzeit wird das „Gelbe Gold" primär bei rheumatischen Erkrankungen und Beeinträchtigungen des Stütz- und Bewegungsapparates angewandt. Im Badener Hof kommt das Schwefelwasser in Form von Bädern, Trinkkuren, Heilschlammauflagen und Schwefelmoorpackungen zum Einsatz.

Schwefelheilwasser wird empfohlen bei:

  • degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen wie Cervikal Syndrom, Schulterarm Syndrom, chronischer Rückenschmerz, Ischalgien, Arthrosen der kleinen und großen Gelenke, usw.
  • Bewegungseinschränkung bei rheumatoider Arthritis (außer im akuten Schub)
  • Gicht
  • Weichteilrheumatismus (chron. Beschwerden in Muskeln, Bändern, Sehnen und Schleimbeuteln)
  • Fibromyalgie
  • Neuralgien (Nervenschmerzen)
  • Durchblutungsstörungen
  • Rehabilitation nach Unfall- und Sportverletzungen, orthopädische Rehabilitation
  • chronisch entzündliche Prozesse des Urogenitaltraktes (Harn- und Geschlechtsorgan)
  • chronische Hauterkrankungen wie Psoriasis vulgaris und chronische Ekzeme
  • Gesundheitsvorsorge
Schwefel - Das gelbe Gold

Schwefelquellen

In Baden gibt es 14 natürliche Quellen und 2 Bohrungen, wobei die Lage an der Thermenlinie und in der Nähe des Flussbettes dafür sorgt, dass der Boden durchlässiger ist. Hier dringt das Wasser an die Oberfläche. Die Temperatur liegt zwischen 25 und 36°C. Drei der warmen Quellen werden heute noch regelmäßig genutzt und versorgen die Badener Kuranstalten – Die Marienquelle speist das Badener Kurzentrums. Das Wasser der Bohrung 1 gelangt in den Badener Hof, die Römertherme.

Die Badener Heilquellen, mit ihrem hohen Mineralgehalt, sind definiert als „Calcium-Natrium-Magnesium-Sulfat-Chlorid-Schwefel-Mineraltherme“. Schwefel in seiner wirksamsten Form ist das Sulfid im Schwefelwasserstoff (H2S)

Wirkung

Das Badener Schwefelheilwasser verfügt über eine ausgezeichnete antioxidative Wirkung und kann somit einen wertvollen Beitrag in der Prävention chronischer Zivilisationserkrankungen leisten. Der vielfach verwendete Begriff „Anti Aging“ darf hier zu Recht verwendet werden. Darüber hinaus haben die Studienergebnisse gezeigt, dass das Badener Schwefelheilwasser zur Senkung des „schädlichen“ LDL-Cholesterins beitragen kann.

Vorteile des Badener Schwefelheilwassers

  • Verbesserung des Schutzmechanismus gegen die schädigende Wirkung von Freien Radikalen, die chronische Zivilisationskrankheiten (z.B. Diabetes oder rheumatische Erkrankungen) entstehen lassen können.
  • Verbesserung der Widerstandskraft des Körpers gegen oxidativen Stress.
  • Reduzierung der Oxidierbarkeit des "bösen" Cholesterins LDL. Bei einem Überangebot des LDL-Cholesterins lagert sich dieses an den Innenschichten der Gefäße ab. Je höher der LDL-Wert ist, desto höher ist auch das Risiko einer Gefäßverkalkung.
  • Verringerung des Homocystein-Spiegel (körpereigenes Stoffwechselprodukt) im Blutplasma, das beim Abbau von Eiweiß entsteht. Homocystein wird bei gesunden Menschen rasch umgewandelt und abgeführt. Erhöhte Homocystein-Werte können eine Schädigung des Herzens und der Blutgefäße hervorrufen.