Die neuesten Nudelvariationen im Detail
Ob Spaghetti, Fusilli, Hörnchen oder Fleckerln - Nudeln gehören seit Jahrzehnten zu den Lieblingsbeilagen der Österreicherinnen und Österreicher. Entweder traditionell italienisch mit Sauce Bolognese und Pesto oder österreichisch interpretiert als Krautfleckerln oder Kärntner Kasnudeln – Nudeln sind von unseren Tellern kaum mehr wegzudenken. Klassische Nudeln, wie sie die meisten kennen, bestehen meistens nur aus Hartweizengrieß und Wasser, hin und wieder verirrt sich auch ein Ei mit in die Masse. Doch haben sie schon einmal von Linsennudeln und Konjakspaghetti gehört? Diese Nudelvarianten werden seit neuestem vermehrt in den Lebensmittelgeschäften angeboten und sollen dem Konsumenten eine Variante zu den bekannten Nudeln aus Hartweizengrieß bieten. Wir haben uns die neuen Nudelvariationen im Detail angeschaut.
Linsennudeln als Eiweißbombe
Vergleicht man herkömmliche Fusilli aus Hartweizengrieß (13 g Eiweiß je 100 g) mit jenen aus Linsen zeigt sich ein deutlich höherer Eiweißgehalt in den Linsennudeln (23 g Eiweiß je 100 g). Durch das viele Eiweiß kommt es zu einer längeren Sättigung, welches das Einhalten von Essenspausen spürbar erleichtert. Außerdem bildet das verdaute Eiweiß in Form seiner Untereinheiten, den Aminosäuren, einen wichtigen Bestandteil für Muskeln und Immunsystem. Die Schale der Linsen hat es aber ebenso wie sein eiweißreicher Kern in sich, denn diese ist reich an Ballaststoffen (5,9 g je 100 g) und führt dadurch zu einer längeren Sättigung und kurbelt nachhaltig die Verdauung an. Hülsenfruchtnudeln werden auch immer häufiger aus Kichererbsen angeboten, austesten lohnt sich.
Konjaknudeln als leichte Variante
Eine weitere Nudelvariante sind Konjaknudeln. Diese werden aus der Konjakwurzel hergestellt und unterscheiden sich von herkömmlichen Nudeln vor allem durch ihren Kohlenhydratgehalt von 0 g, denn Konjaknudeln bestehen nur aus Wasser und Ballaststoffen und sind daher richtige Sattmacher. Mit 8 kcal pro 100 g ist der Kaloriengehalt von Konjaknudeln sehr gering. Ein weiterer Vorteil dieser Nudelsorte ist die kurze Garzeit, denn länger als 2 Minuten sollten, die Konjaknudeln nicht im Kochwasser verbringen.
Zucchininudeln für die Extraportion Gemüse
Nudeln innerhalb von wenigen Sekunden selbstgemacht? Ja, das geht wirklich, und zwar mit frisch gemachten Zucchininudeln, auch Zoodles genannt. Dafür benötigt man nur zwei Zutaten: Eine kleine bis mittelgroße Zucchini und einen Spiralschneider. Zucchini waschen und anschließend durch den Spiralschneider drehen. Heraus kommt eine wunderbar saftige Nudelalternative. Zubereiten kann man die Zucchininudeln in dem man sie in einer Pfanne mit wenig Öl anbrät oder kurz in kochendem Salzwasser blanchiert.
Ungewissheit bei der Auswahl der passenden Gemüsebeilage war gestern - machen sie das Gemüse zum Protagonisten ihrer Mahlzeit.
Alles Liebe von unseren Diätologinnen.
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