Gesundheits-Vorsorge-Tipp
07. Mai 2021

Die Nutzpflanze Hanf

Die Nutzpflanze Hanf

Hanföl und Hanfsamen als Lebensmittel

Bereits vor vielen Tausend Jahren wurde die Hanfpflanze kultiviert und seine vielseitigen, positiven Eigenschaften geschätzt. War sie doch schon bei den alten Römern und Griechen ein begehrtes Heilmittel bei Ohrenschmerzen.

Hanf war verboten, verpönt und u.a. von der Kunststoffindustrie verdrängt. In der heutigen Zeit sind die Vorurteile gegenüber der Hanfpflanze rückläufig und man schätzt die hervorragenden Eigenschaften dieses Naturprodukts wieder. In der Baubranche sorgt es durch seine hygroskopische Wirkung für ein gutes Raumklima und auch in der Automobil-, Papier-, Textil-, Kosmetik- Lebensmittelindustrie und Medizin kommt es zum Einsatz. Wir wollen noch kurz die Cannabionoide der Pflanze erwähnen und zwar das THC (Tetrahydrorcannabinol), der wir die berauschende Wirkung zu verdanken haben und das CBD (Cannabidiol), das in der Medizin immer mehr als Therapeutikum z.B. bei autoimmun-entzündlichen Erkrankungen oder chronischen Schmerzen eingesetzt wird.

Hanf und seine Verwendung als Lebensmittel

Es werden die Blätter und Samen des Nutzhanfs verwendet, die nahezu THC-frei sind. Die Hanfsamen können roh, gekocht, geröstet, vermahlen als Pulver oder gepresst als Öl verwendet werden.

  • Inhaltsstoffe
    Hanf beinhaltet die Vitamine E, B1 und B2, ß-Carotin, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe, ätherische Öle, Schleimstoffe, Chlorophyll, hochwertige Proteine und reichlich (in einem perfekten Verhältnis) Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren (idealerweise 1:5 - im Hanföl 3:1!).
  • Gesundheitliche Wirkung
    Hanföl wirkt durch seine reichhaltigen Inhaltsstoffe entzündungshemmend, blutdruckregulierend und sorgt für eine bessere Durchblutung. Dadurch wird es nicht nur vorbeugend, sondern auch unterstützend bei autoimmun-entzündlichen oder bei kardiovaskulären Erkrankungen empfohlen. Es ist auch sehr vielversprechend bei Depressionen, Demenz und zur Steigerung der kognitiven Leistung und in der Krebsprävention.
  • Ölgewinnung
    Aus den Hanfsamen wird durch ein schonendes Pressverfahren ein „kaltgepresstes“ Hanföl gewonnen, das leicht nussig schmeckt. Es sollte dunkel und kühl gelagert werden.
  • Hanf und seine Verwendung in der Küche
    Das Hanföl ist durch sein Fettsäuremuster nicht hitzestabil und somit nur für die „kalte“ Küche geeignet, denn seine wertvollen Eigenschaften würden zerstört werden und können sogar gesundheitsschädlich wirken. Daher empfehlen wir kaltgepresste Öle zum Verfeinern von Salaten, kalten Soßen, Desserts, Gerichten oder pur auf einem getoasteten Brot. Geschälte Hanfsamen kann man wie Nüsse als Zwischenmahlzeit einfach zwischendurch knabbern, seine Gerichte wie Müsli oder Salate damit bestreuen, Brotaufstriche und Pestos damit zubereiten oder sie einfach unter Brot oder Kuchen mischen. Hanfsamen sind speziell für Veganer eine ideale Eiweißquelle.

Es ist schön, dass es zu einer Wiedereingliederung der ältesten Kultur- und Heilpflanze der Menschheit gekommen ist.

Wir haben für euch ein tolles REZEPT vorbereitet.
Viel Spaß beim Nachmachen.

Alles Gute und bleiben Sie gesund,
die Diätologen des Gesundheits- und Kurhotels Badener Hof


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