Gesundheits-Vorsorge-Tipp
08. August 2018

Tipps zur Vermeidung eines Flüssigkeitsmangels

Tipps zur Vermeidung eines Flüssigkeitsmangels

„Wenn die Sommerhitze zur Bedrohung wird –
Tipps zur Vermeidung eines Flüssigkeitsmangels bei heißen Temperaturen!“

Der Mensch besteht in etwa  zu 50 – 70 % aus Wasser. Der Wassergehalt  im Körper ist altersabhängig und nimmt im Laufe des Alterungsprozesses ab. 

Eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von ca. 1,5 l bei normalen Bedingungen ist zu empfehlen, da Flüssigkeit im Körper sehr viele wichtige Funktionen erfüllt.  Zum einen dient Flüssigkeit als Lösungsmittel, das bestimmte Stoffe aus der Ernährung, wie zum Beispiel sogenannte „wasserlösliche“  B Vitamine und  Vitamin C auflösen, sodass sie im Körper überhaupt aufgenommen werden können. Weiters gilt Flüssigkeit als Transportmittel und leitet gewisse Stoffe im Körper zum Zielort, um dort wirken zu können.

Besonders jetzt im Sommer ist eine adäquate Flüssigkeitszufuhr sehr wichtig, da Flüssigkeit für die Temperaturregulation des Körpers verantwortlich ist. Die Trinkmenge muss an Außentemperatur und körperliche Aktivität angepasst werden. Gerade an sehr heißen Tagen kann sich der Flüssigkeitsbedarf auf 3 Liter verdoppeln. Trinken Sie daher regelmäßig über den Tag verteilt und  lassen Sie ein Durstempfinden gar nicht erst aufkommen. Denn Durst ist bereits die erste Stufe einer beginnenden Dehydratation (Austrocknung). Weitere Anzeichen einer Dehydratation können eine verminderte Speichel- und Harnbildung, sowie Leistungseinbußen  sein.  Mit dem ansteigenden Alter kann sich das Durstempfinden vermindern bzw. komplett verloren gehen, es ist jedoch trotzdem wichtig, regelmäßig und über den Tag verteilt Flüssigkeit zu zuführen, um körperlich und geistig fit zu bleiben, und um Kreislaufbeschwerden vorzubeugen.

 

Tipps an heißen Tagen:

  • Trinken Sie energiearme Durstlöscher, wie Leitungswasser, Mineralwasser, ungesüßte Tees (lauwarm) und vermeiden Sie Limonaden, Fruchtsäfte, Energiedrinks.
  • Verteilen Sie Ihre Flüssigkeitsaufnahme regelmäßig über den Tag.
  • Wenn Sie keinen Durst verspüren, richten Sie sich morgens Ihre Tages-Trinkmenge in einem Krug oder einer Flasche her und stellen Sie diese an einen sichtbaren Ort. Trinken Sie jedes Mal davon, wenn Sie daran vorbei gehen.
  • Trinken Sie zu jeder Mahlzeit mindestens 1 Glas Wasser.
  • Nehmen Sie sich beim Verlassen Ihrer gewohnten Umgebung immer eine Trinkflasche mit.
  • Verschieben Sie körperlich anstrengende Tätigkeiten bzw. sportliche Aktivitäten auf früh morgens bzw. später abends, wenn die Außentemperatur ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hat bzw. diese wieder deutlich abgesunken ist.
  • Genießen Sie leichte Speisen, wie zum Beispiel Sommersalate, und verzichten Sie an sehr heißen Tagen auf üppige und sehr fettreiche Zubereitungen.
  • Suchen Sie sich an heißen Tagen ein Plätzchen im Schatten und vermeiden Sie die direkte Mittagssonne.
  • Auftretende Kreislaufstörungen, Übelkeit, Kopfscherzen, Schwindel, Muskelkrämpfe und starkes Schwitzen können Anzeichen eines Hitzestaus oder Hitzeschlags sein.

    Bei solchen Symptomen befolgen Sie bitte folgende Maßnahmen:
    Gehen Sie bitte rasch aus der Sonne. Begeben Sie sich am besten in einen kühlen Raum.
    Trinken Sie Mineralwasser oder einen stark verdünnten Fruchtsaft mit einer Prise Salz.
    Kühlen Sie Ihren Körper mit feuchten Tüchern oder duschen Sie sich kühl ab.
    Bei Verschlechterung der Symptome suchen Sie rasch einen Arzt auf.

 

Die Diätologin des Gesundheits- und Kurhotels Badener Hof, Anna Hobek, BSSc.


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