Gesundheits-Vorsorge-Tipp
17. September 2020

Mo(h)ntage gewinnen an Beliebtheit

Mo(h)ntage gewinnen an Beliebtheit

Die Mohnfelder haben bereits seit einiger Zeit ihre Blüten verloren und sind auf dem besten Weg nach vollendeter Reifung geerntet zu werden. Die Erntezeit liegt zwischen August und Ende September. Egal ob an Montagen oder an einem der anderen Wochentage: Mohnsamen überzeugen durch ihr großartiges Nährstoffprofil und ihren herrlichen nussigen Geschmack. Wir empfehlen Ihnen daher nicht auf Ihre Mohntage zu vergessen. Dass es die Mohnsamen in der österreichischen Küche soweit gebracht haben, war jedoch anfangs nur eine Notlösung.

Mohn hat in Österreich Tradition

Als in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg die Lebensmittel knapp wurden, griff man notgedrungen unter anderem auf die Mohnpflanze zurück. Als energie- und nährstoffreiches Lebensmittel eignete es sich ideal zur Ergänzung von Gebäck und anderen Speisen. Im Laufe der Jahrzehnte wurde der Mohn ein Teil der österreichischen Backtradition. Und so dürfen wir heute immer noch Köstlichkeiten wie Mohnstrudel, Mohnzelte und Mohnflesserl genießen.

Mohn ist im Trend

Dass Mohn ein fixer Bestandteil der österreichischen Backwelt ist, ist heutzutage nichts Außergewöhnliches mehr. Doch dass der Mohn auch immer noch neue Genusssparten erobert, sorgt für Aufsehen. Zuletzt geschehen bei der Präsentation der österreichischen Eissorte des Jahres 2020, bei welcher sich die Fachjury für die Sorte Mohneis entschieden hat. Unseren köstlichen österreichischen Mohn gibt es heuer also auch als kühle Erfrischung im Stanitzel. Vergessen Sie bei Ihrem nächsten Besuch im Eisgeschäft also nicht nach dem Eis des Jahres zu fragen.

Mohn als Nährstofflieferant

Und davon gleich eine gehörige Portion, denn mit einem Fettanteil von 40% liefert die Mohnpflanze in erster Linie eine große Menge an günstigen, ungesättigten Fettsäuren (Omega 6 zu 60%, Omega 3 zu 3%). Sehr positiv fällt uns auch der überdurchschnittlich hohe Gehalt an Eiweiß und Ballaststoffen auf, aus welchen Mohn zu jeweils 20% besteht. Zudem hat Mohn einen hohen Gehalt an Vitamin B1 und E, Calcium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink und Mangan.

Mohn in der Küche

Die Verarbeitung von Mohn ist vielseitig. Das durchs Pressen der Mohnsamen gewonnene Mohnöl kann zum Verfeinern von Speisen und Salaten verwendet werden. Da das Mohnöl kalt gepresst wurde, empfehlen wir dieses beim Kochen jedoch nicht zu erhitzen und das Gericht erst nach dem Kochen damit zu verfeinern.

Die Mohnsamen selbst können entweder im Ganzen oder gequetscht verkocht/verbacken werden. Der Vorteil beim Quetschen ist, dass das Mohnaroma dadurch intensiver zur Geltung kommt und die Nährstoffe im Verdauungstrakt besser aufgenommen werden können.

Mohn und seine Sortenvielfalt

Hier kann zwischen drei Mohnsorten unterschieden werden:

  • Blaumohn: Diese ist die am häufigsten kultivierte Mohnsorte in Österreich. Durch seine dicke Schale hat der Blaumohn ein etwas intensiveres, aber auch herbes Aroma. Er eignet sich dadurch perfekt für die pikante Küche.
  • Graumohn: Diese ist eine spezielle Mohnsorte, welche nur im niederösterreichischen Wald- und Mühlviertel kultiviert ist. Sie hat eine sehr dünne Schale und eignet sich dadurch optimal für Backwaren.
  • Weißmohn: Diese Mohnsorte wird in Österreich nur selten angebaut, da sie einen geringeren Ertrag als andere Mohnsorten bringt. Der Weißmohn eignet sich durch sein Walnussaroma perfekt für feine Mohnmehlspeisen.


Wir haben dazu ein tolles REZEPT vorbereitet.
Viel Spaß beim Probieren!

Alles Gute und bleiben Sie gesund,
die Diätologen des Gesundheits- und Kurhotels Badener Hof
Andreas Patek, BSc. & Ulrike Prkna


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